
Literatur- und Musikkonzert Opus 45: Jüdisches Leben in Deutschland
Das Büro für Demokratie und Zusammenhalt der Wissenschaftsstadt Darmstadt lädt - in Kooperation mit dem Förderverein Liberale Synagoge Darmstadt und der Initiative Nie wieder ist jetzt - ein zur Auftakt-Veranstaltung der Reihe „Vor Antisemitismus ist man nur auf dem Monde sicher“ (Hannah Arendt): So tritt am Sonntagmorgen, 15. November 2026, um 11.00 Uhr der Schauspieler Roman Knižka gemeinsam mit dem Bläserquintett OPUS 45 mit ihrem erinnerungskulturellen Literatur- und Musikkonzert „Ich hatte einst ein schönes Vaterland … – Jüdisches Leben in Deutschland“ erstmals in Darmstadt auf. Veranstaltungsort ist das Ludwig-Georgs-Gymnasium (LGG; Nieder-Ramstädter Straße 264283 Darmstadt, in der Kleine Aula). Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung unter: wird aus Planungsgründen gebeten. Weitere Infos: www.darmstadt.de
Das Opus 45-Ensemble tourt mit seinen Stücken durch ganz Deutschland. Die Veranstaltung des Büros für Demokratie und Zusammenhalt mit Kooperationspartnern wird von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung gefördert.
Seit mehr als 1700 Jahren prägen Jüdinnen und Juden das Leben auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands: seine Sprache, Wissenschaft, Musik und Kultur. Die musikalische Lesung erzählt von Zeiten des Miteinanders und kultureller Blüte, aber auch von Ausgrenzung, Antisemitismus, Verfolgung und Vernichtung.
Roman Knižka lässt unter anderem Moses Mendelssohn, Heinrich Heine, Mascha Kaléko und die Holocaust-Überlebende Anita Lasker-Wallfisch zu Wort kommen. OPUS 45 spielt Kompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy, Alexander Zemlinsky, Pavel Haas und weiteren Komponisten. Ausgehend von persönlichen Lebensgeschichten spannt die Matinee einen Bogen von der Aufklärung über die nationalsozialistische Verfolgung bis zu den Erfahrungen jüdischer Menschen in Deutschland heute. Eine eindringliche Verbindung aus Geschichte, Literatur und Musik, die zum Erinnern und Nachdenken einlädt.
Das Bläserquintett OPUS 45 entstand im Rahmen eines Berliner Orchesterprojekts, bei dem Johannes Brahms’ „Ein deutsches Requiem“ (Opus 45) auf dem Programm stand – das Werk wurde zum Namensgeber des Ensembles. Die fünf Musiker sind Mitglieder renommierter Klangkörper wie der Hamburgischen Staatsoper, der Dresdner Philharmonie, des Beethoven Orchesters Bonn und der Staatskapelle Berlin. Gemeinsam mit dem aus Film und Fernsehen bekannten Schauspieler Roman Knižka beschreitet OPUS 45 seit einigen Jahren neue, spartenübergreifende Wege. In seinen Literaturkonzerten verbinden die Künstler Musik, Schauspiel und historische Dokumente zu eindringlichen Erzählungen über deutsche Geschichte und gesellschaftliche Verantwortung.
Die Veranstaltung des städtischen Büros für Demokratie und Zusammenhalt mit Kooperationspartnern wird von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung gefördert.
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